Tuesday, November 27, 2018

MOSAIK feiert Menschenrechte




Mosaik – die Kammermusik des BOL feiert Menschenrechte


Samstag, 08. Dezember 2018, 11.00 Uhr
Musiktheater am Volksgarten, Orchestersaal
Karten € 27,- erhältlich am Landestheater Linz


KUNST FEIERT MENSCHENRECHTE

Die Menschenwürde verteidigen.
Für Solidarität engagieren.
Den Dialog suchen.
Die Bewusstseinsbildung fördern.

SOS-Menschenrechte nimmt eine wichtige Brückenfunktion in unserer
Gesellschaft ein, über Kulturen, Konfessionen und Weltbilder hinweg. Die Kunst
kennt keine Grenzen, daher unterstützen Chefdirigent Markus Poschner und
Landestheater-Intendant Hermann Schneider – wie schon der ehemalige GMD Dennis
Russell Davies – diese zentrale Arbeit.

Das erste Mosaik-Konzert der Saison feiert die Menschrechte. Ein
Streichtrio des Bruckner Orchester Linz bestehend aus Rieko Aikawa (Violine),
Gunter Glössl (Viola) und Unmi Han (Violoncello) gestaltet mit Markus Poschner und
Daniela Dett dieses Benefizkonzert. Es erklingen nicht nur Bachs
„Goldberg-Variationen“ in einer Version für Streichtrio, sondern ergreift auch
der weltweit angesehene Menschenrechtsexperte Manfred Nowak das Wort (Nowak ist
wissenschaftlicher Direktor am Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte).
Gerhard Haderer wird die Ehrenmitgliedschaft von SOS-Menschenrechte verliehen.


Für Speis und Trank ist gesorgt.

Monday, November 12, 2018

Dafür stehen wir, dafür spielen wir! IHR Bruckner Orchester Linz

Klaus Luger, der Bürgermeister der Stadt Linz, hat angekündigt den Theatervertrag zwischen Stadt und dem Land Oberösterreich, das unser Träger ist, aufzukündigen.

Es geht ums liebe Geld. Ohne Geld gibt es bekanntlich keine Musi. 

 

Aber um die Kohle alleine kann es wohl nicht gehn, auch wenn ohne sie nicht geht. Was will sich denn die Stadt nicht mehr leisten? Wer sind wir und wer wollen wir bei aller permanenten Veränderung in Zukunft sein? Über die Schlagkraft der Stadtwache wird eine Stadt, wie Linz, künftig wohl nicht identifiziert werden wollen. 

Das Bruckner Orchester Linz ist das Opernorchester des Linzer Landestheater und gleichzeitig ein Sinfonieorchester, das von seiner Größe und Qualität zu den erstrangigen Österreichs zählt. In unserem Namen ist der Name eines großen Sohnes der Stadt eingeschrieben: der des Komponistengiganten Anton Bruckner.

Und wir, das BOL, sind Bruckner. 

 

Gerade seit dem letzten Jahr befragen wir mit unserem Chefdirigenten Markus Poschner die Musik unseres Namensgebers wieder ganz neu und werden dafür nicht nur in Stadt und Land, sondern auch international erkannt und anerkannt. Wir haben einen nie dagewesenen Öffnungsprozess hinein in die Stadt, ins Land begonnen und verstehen uns als Mitgestalter unserer Gesellschaft, in vernetztem Handeln mit Institutionen wie Ars Electronica, der Johannes Kepler Universität, der Anton Bruckner Privatuniversität Linz und anderen mehr. Ich denke auch an unsere Orchesterwerkstatt MOVE.ON, die in viele Schule geht und in Migrationsprojekte involviert ist. Viele neue Formate versuchen nichts anderes als auf die Menschen zuzugehen und dies an unerwarteten Orten.

In unserem Namen steht die Stadt eingeschrieben, in der wir leben und arbeiten. Wir nehmen das ernst! Gerade unsere Tätigkeit als Sinfonieorchester wollen wir weiterhin im städtischen Konzerthaus, dem Brucknerhaus, einem der schönsten Konzerthäuser weit und breit als Residenzorchester ausleben. Im bisherigen Theatervertrag waren wir mit zehn Vertragskonzerten im Brucknerhaus engagiert und somit das Sahnehäubchen dieser Vereinbarung. 

Aber um das geht es letztlich gar nicht, man kann und soll immer wieder über Dinge, Vereinbarungen sprechen, diese neu aushandeln können. Ob ein brutaler Liebesentzug ein guter Beginn für eine inhaltliche Auseinandersetzung ist, darf bezweifelt werden. Es geht darum, wie wir Linzerinnen und Linzer, Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher leben wollen und weiter in der großen weiten Welt gesehen, gehört werden wollen. Was macht uns unverwechselbar aus uns und wohin entwickeln wir uns als Kulturgemeinschaft? Und vor allem, was ist uns dies wert? Was ist dies der Kulturhauptstadt Linz wert? 

Politik heißt nichts anderes als Gestalten für die Menschen, nichts anderes bewegt uns in unserer Arbeit sieben Tage die Woche: für Menschen dieser Stadt, unseres Landes und darüber hinaus Räume zu erschaffen, in denen sie sich unterhalten, erheben, aufgehen oder hingeben können, an den sie sich auch stoßen und reiben können.

Das ist unser Kulturbegriff. 

 

Schlichtweg errichten wir in Sinfonien von Anton Bruckner, in Musiken anderen Ursprungs früherer Zeiten und der Gegenwart, in musiktheatralischen Aufführungen in unserem Landestheater unverwechselbare Erfahrungsräume fürs Menschsein. Wir wollen weiterhin täglich mit höchsten und immer steigenden Qualitätsansprüchen dafür sorgen. - Für diese Ansprüche in unserem ureigenen oberösterreichischen, Linzer Klang weltweit erkannt und begehrt werden. 

Wir lieben und leben in Linz. Wir lieben und leben in unserer Heimat Oberösterreich, mitten im Herzen Europas. Wir lieben die Welt. Musikerinnen und Musiker aus mehr als 20 Nationen formen dieses wunderbare Orchester für uns Menschen, egal welcher Herkunft, Sprache, Hautfarbe oder Einstellungen. Für das spielen wir jeden Tag in unserem Landestheater und in unseren Konzertorten, wie dem Brucknerhaus und sonst wo.

Dafür stehen wir, dafür spielen wir! 






Norbert Trawöger
Persönlicher Referent des Chefdirigenten
Leitung der Kommunikation & Dramaturgie